| „Geht nicht, gibt`s nicht“ |
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Unter diesem Motto suchen Politik, Verwaltung und Wirtschaft in Tostedt den Schulterschluss. Lärm und Abgase auf der durch Tostedt geführten Umleitungsstrecke, wollen die Tostedter nicht länger hinnehmen. Auf Initiative von Erwin Becker, Tostedter Gemeindebürgermeister, wollen Vertreter des Rates und der Verwaltung mit den im Werbekreis zusammen geschlossenen Unternehmen darüber sprechen, wie der aktuelle Stand der Umsetzung der in verschiedenen Gesprächsrunden erarbeiteten Vorschläge und Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrslage in Tostedt ist und welche Maßnahmen bereits eingeleitet wurden. Zusammenfassung:
1. Verkehrsführung im Baustellenbereich A1 ist ursächlich für zahlreiche Unfälle und Staus auf den Umleitungsstrecken
2. Zielkonflikt der A1 Betreibergesellschaft: Weniger LKW`s = weniger Geld in der Kasse
3. verkehrsgerechte Ampelschaltungen in Tostedt sind technisch machbar
4. Wenn die A1 fertig ist, sind auch die Umleitungsstrecken „fertig“
5. „Umgehungsstraße Tostedt“ kein Argument für Inaktivität 1. Verkehrsführung im Baustellenbereich A1 ist ursächlich für zahlreiche Unfälle und Staus auf den Umleitungsstrecken Ursächlich für die täglichen Staus auf der A1 ist nach unserer Ansicht die viel zu enge Verkehrsführung im Baustellenbereich. Selbst kleine „Spiegelklatscher“ (Polizeiaussage) und Liegenbleiber führen zu kilometerlangen Staus. Die Situation eskaliert dann, wenn unaufmerksame LKW-Fahrer in das Stauende brettern. Unaufmerksame, trotz Überholverbot überholende Autofahrer, häufig in Kleintransportern unterwegs, verursachen immer wieder zum Teil schwere Unfälle.Die Zahl der Unfälle ist dramatisch angestiegen, allein auf 600 Unfälle im ersten Halbjahr (laut Polizeistatistik). Wenn es gekracht hat, kommen auch die Rettungskräfte nur schwer und mit großem Zeitaufwand an das Geschehen heran. Maßnahme:
2. Zielkonflikt der A1 Betreibergesellschaft: Weniger LKW`s = weniger Geld in der Kasse Als eines von derzeit drei Autobahnbauprojekten wird der Ausbau der A1 als sogenanntes Private-Public-Partnership-Modell durchgeführt. Das bedeutet, dass der Staat mit Privatunternehmen einen Vertrag über den Bau und den Betrieb der neuen, sechsspurigen Autobahn schließt und zunächst keine Steuermittel für den Bau ausgeben muss. Finanziert wird das Ganze schon jetzt aus den laufenden Mautgebühren auf der Bundesautobahn A1. Damit kommt die A1-Betreibergesellschaft in einen Konflikt. Gibt sie den Forderungen nach einer Reduzierung des LKW-Verkehrs als notwendige Maßnahme zur Vermeidung von Unfällen nach, verliert sie einen Teil der für die Bauarbeiten notwendigen Finanzmittel. Maßnahme:
3. verkehrsgerechte Ampelschaltungen in Tostedt sind technisch machbar Mautflüchtlinge und Umleitungsverkehr führen regelmäßig zu Staus auf der B75 im Bereich der Gemeinde Tostedt und den umliegenden Gemeinden. Es sind weniger die geplanten Umleitungen, sondern die durch Unfälle auf der A1 hervorgerufenen Staus, die das Leben der Bürger so stark beeinträchtigen. Wegen der nicht verkehrsgerecht schaltenden und synchronisierten fünf Ampelanlagen, kann der Umleitungsverkehr nicht abfließen. Maßnahme: Die Abschaltung der Ampelanlage Himmelsweg/B75 oder Umgestaltung zu einer Fußgänger-Bedarfsampel sollte probeweise durchgeführt werden. Die Ampelanlage Heidenauerstraße/B75 muss mit der Ampelanlage Bahnhofstraße/B75 sowie der Baustellenampel Buxtehuderstraße/B75. für eine bevorzugte Grünphase gekoppelt werden. Sollte die verkehrsgerechte Schaltung an fehlenden Kabeln zwischen den Ampeln scheitern, so bietet sich der Einsatz funkgesteuerter Ampeln an. (z.B. Royer Signaltechnik, Pattensen) Diese Anlagen können gekauft oder gemietet werden. Eine Firmenliste liegt vor.
4. Wenn die A1 fertig ist, sind auch die Umleitungsstrecken „fertig“ Der LKW-Verkehr hat bereits zu Schäden im Ort geführt. Es ist zu befürchten, dass nach Fertigstellung der A1, die Umleitungsstrecken schadhaft sind und nicht repariert werden, weil dann die Mittel dafür fehlen. Maßnahme:
5. „Umgehungsstraße Tostedt“ kein Argument für Inaktivität Die derzeitige, desolate Verkehrssituation in Tostedt untermauert die Notwendigkeit, die Planungen für eine Tostedter Umgehungsstraße wieder auf die Prioritätenliste zu setzen. Dieser Wunsch darf jedoch nicht dazu führen, dass die aufgeführten Maßnahmen nicht umgesetzt werden. Es ist absehbar, dass die Bauarbeiten an der A1 noch weitere 3 bis 4 Jahre andauern werden. Bei den heutigen Planungszeiträumen dürfte für eine Umgehungsstraße dann leider noch kein Spatenstich erfolgt sein. Pressespiegel: HAN |


