| "Cafe kiek in" beköstigte "Crazy run"- Motorradfahrer |
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Wie fliegen nur ein bisschen tiefer… Anfang Juni bekamen wir im "Café kiek in" eine Anfrage, ob wir Interesse hätten, am 11.September eine Gruppe Motorradfahrer aus Bremen bei uns zum Mittag zu bewirten. Hierbei handelte es sich um den sogenannten crazy run, dass sind Menschen die ein Motorrad besitzen, und dieses und sich ehrenamtlich für Menschen mit Handikap zur Verfügung stellen. Vom 11.- 13. September war ein Wochenendtrip von Bremen, als Ausgangspunkt, nach Hitzacker geplant. 55 Biker mit einem Menschen mit Handikap als Sozius, oder im Beiwagen, und bei uns sollte das Mittagessen
Am 19.07 traf sich eine Gruppe des crazy runs, die die Strecke abfuhren, mit uns im Café um Einzelheiten zu besprechen. Jetzt muss man wissen, dass das Café 26 Sitzplätze innen und 24 Sitzplätze draußen hat. Alle crazy runner versicherten uns jedoch, dass dies völlig ausreichend sei. Zumal ja vier Gruppen unterwegs seien, die in Abständen von ca. 30 min ankämen, und alle Fahrer uns im Ablauf unterstützen würden. Mit der ersten Gruppe sollte es um ca. 12:00 Uhr beginnen. „Unser Kontaktmann“ Udo Klenke versprach, sich per Handy zu melden, wenn er 30 Minuten vor Tostedt ist. So die Planung. Wir machten über die Presse diese Veranstaltung bekannt, und planten das Mittagessen und den Ablauf. Am 11.September gegen Mittag kamen die ersten Gäste, die gespannt auf die Ankunft des crazy runs warteten. Glücklicherweise war das Wetter so gut, dass wir auch vor dem Café Biergartengarnituren aufstellen konnten – was sich im Nachhinein als echter Glücksfall erwies. Das "Café kiek in - Team" stand in Startposition, der versprochene Anruf kam und gegen 12:30 Uhr hörte man Motorengeräusche. Aufregung draußen unter den Schaulustigen machte sich breit. Da fuhr die erste Gruppe auf den Hof, 14 heiße Maschinen mit Begleitfahrzeug trafen ein. Ein unglaublich imposantes Bild, und kurz darauf die zweite Gruppe. Dann ging es Schlag um Schlag mit dem Eintreffen der Gruppen und der Ausgabe des Mittagessens. Jede Gruppe hatte einen „Leader“ der uns tatkräftig unterstützte, und auch die Fahrer kümmerten sich um ihren Beifahrer. Sorgten für Besteck, assistierten bei der Bestellung und der Suche nach einem Sitzplatz.
Ein Kamerateam des ZDF begleitete die Gruppe übers Wochenende, und filmte im kiek in. Da die erste Gruppe in Bremen eine Panne am Start hatte, geriet die geplante Organisation etwas durcheinander. D.h. alle vier Gruppen kamen zur gleichen Zeit bei uns an- crazy run eben. Aber durch die Mithilfe aller Beteiligten, und der zusätzlichen Sitzplätze draußen, kein Problem. Gegen 14:00 Uhr machte sich eine Gruppe nach der Anderen mit ihrem Begleitfahrzeug mit Winken und Hupen auf den Weg nach Hitzacker. Es ist schwer, die Atmosphäre die in diesen zwei Stunden bei uns einzog, zu beschreiben. Es war ein unglaublich schönes Erlebnis; ein Hauch von Freiheit und Abenteuer - und sehr schön crazy. Der 11.September, der ja durch den Terrorangriff in den USA mit Angst und Schrecken bei uns allen abgespeichert ist, hat für uns im "kiek in" nun auch dazu die Erinnerung an eine außergewöhnliche und ganz besondere Veranstaltung. Dafür sind wir dankbar. Der crazy run ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Bremen. Alle Menschen sind ehrenamtlich tätig. Auch im nächsten Jahr ist ein Wochenendtrip geplant. Es geht nach Bad Iburg. Sollte eine gastronomische Einrichtung der Lebenshilfe auf dem Weg liegen, kann sie sich um einen Verköstigungsstopp bewerben. Es sind auch noch Plätze für Mitfahrer frei, und mitmachen können alle – man muss nicht aus Bremen kommen. Es werden auch immer Fahrer gesucht. Interessierte melden sich www. crazy run.de. Dort findet man viele Fotos, Veranstaltungstermine und ein gefülltes Archiv. und dann: Wie fliegen – nur ein bisschen tiefer
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