| Irene Ivancan wird Zweite |
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Mit gemischten Gefühlen reisen die Damen des MTV Tostedt vom DTTB-Top48, welches das Qualifikationsturnier zum Bundesranglistenfinale ist, ab. Irene Ivancan wird ihrer Favoritenrolle gerecht und belegt am Ende eines langen Turnieres einen guten zweiten Platz. Svenja Obst verpasst leider die Qualifikation zum Bundesranglistenfinale im Dezember in Löhne (Nordrhein-Westfalen) knapp und Yvonne Kaiser scheidet leider in der Gruppenphase aus. Doch der Reihe nach: Am Samstag standen die Gruppenspiele am dem Plan. In acht Gruppen mit je sechs Startern wurden die Startplätze für die am Sonntag stattfindenden Qualifikationsrunden ausgespielt. Die mit dem Ziel, einige starke Gegner zu ärgern in das Turnier gegangene Yvonne Kaiser, wurde in ihrer Gruppe mit zwei gewonnen Spielen Fünfte. Die Gruppenerste Urban musste nur eine Niederlage hinnehmen – gegen die Tostedterin. Mit zwei mehr gewonnen Sätzen wäre Yvonne als Gruppenvierte für die Qualifikationsrunden am Sonntag qualifiziert gewesen, leider aber konnte sie die verlorenen Spiele nicht knapper gestalten, so dass ihr am Sonntag die Rolle des Zuschauers blieb. Die Qualifikation zum Bundesranglistenfinale, die sie im letzten Jahr erreichte, war auch dieses Jahr für Svenja Obst das Ziel; das hieß, dass mindestens Platz zehn am Ende sicher sein musste. Als Gruppenkopf gesetzt gewann die Zweitligaspielerin ihre ersten drei Spiele relativ souverän. Das vierte Spiel allerdings ging überraschend an die Regionalligaspielerin Funsch aus Bayern. Somit wurde Svenja Zweite in ihrer Gruppe und musste im Spiel gegen eine weitere Gruppenzweite gegen Amelie Solja ran. Die ehemalige Vizeeuropameisterin der Mädchen gewann gegen die Tostedterin klar mit 4:0 nach Sätzen. Dem komplizierten Modus dieser Rangliste ist es geschuldet, dass Svenja aber noch immer eine kleine Chance hatte, sich für das Bundesranglistenfinale zu qualifizieren. In der sogenannten dritten Zwischenrunde musste ein Sieg gegen die für Bremen spielende Michaijlova her, welcher durch ein knappes 4:3 auch erreicht wurde. In der vierten Zwischenrunde ging es dann gegen Angelina Gürz aus Watzenborn. Die von Einigen als Anna Kournikova des Tischtennis bezeichnete Hessin ließ der Niedersächsin beim 4:1-Sieg kaum eine Chance und für Svenja stand am Ende Platz 13 bis 16 zu Buche und die angestrebte Platzierung unter den Top 10 wurde nicht erreicht. Ebenfalls als Gruppenkopf ging Irene Ivancan in ihre Gruppe. Hier ließ sie nicht viel anbrennen und erlangte ohne Niederlage den Gruppensieg mit 5:0 Spielen und 15:3 Sätzen. Im Viertelfinale am Sonntagmorgen stand ihr mit Nicole Funsch die Gruppenerste aus Svenjas Gruppe gegenüber. Die überraschend starke Funsch gewann zwar den ersten Satz, dann konnte Irene jedoch davonziehen und entschied die nächsten vier Sätze klar. Damit war die Qualifikation zum Bundesranglistenfinale bereits geschafft. Laura Matzke vom Ligakonkurrenten in der 1.Bundesliga Hannover 96 war dann die Gegnerin im Halbfinale. Wieder mit Startschwierigkeiten lag Irene mit 1:2 nach Sätzen hinten. Souverän glich sie dann aber zum 2:2 aus, um dann in den nächsten beiden Sätzen ihre neugewonnene Nervenstärke zu präsentieren und diese knapp mit 13:11 und 16:14 zu gewinnen. Das Finale lautete Ivancan – Göbel. Jessica Göbel hatte im Halbfinale die Berlinerin Hain-Hofmann überraschend klar besiegt und flog wohl noch auf der Welle der Euphorie, die aus dem Bundesligasieg am Freitag ihres Vereins TV Busenbach gegen den FSV Kroppach resultierte. Ein Spiel auf Augenhöhe sah auch Irenes Coach Jimmie Langham, in dem seine Akteurin mit 1:0 und 2:1 nach Sätzen führte, um dann einen 2:3-Rückstand in ein 3:3 umzuwandeln. Der siebte und letzte Satz ging dann knapp mit 11:8 an Göbel und Irene wurde somit Zweite und hat die Quali zum Bundesranglistenfinale locker in der Tasche. Ganz knapp verpasste der Niedersachse Hartmut Lohse das Bundesranglistenfinale. Als Elfter hätte er nur einen Platz weiter vorne landen müssen, um in Löhne dabei zu sein. |


