Punktverlust für die 1.Herren des MTV Tostedt Drucken E-Mail
HUDE: Weiße Weste wurde beschmutzt! Der erste Punktverlust für die 1.Herren des MTV Tostedt ist das Resultat des Spitzenspiels in der Verbandsliga zwischen dem TV Hude und den Jungs aus der Nordheide. In einem dramatischen und teilweise hochklassigen Match stand am Ende ein 8:8-Unentschieden zu Buche. Nur zu gerne schob der letztjährige Oberligist aus dem Kreis Oldenburg vor dem mit Spannung erwarteten Spiel die Favoritenrolle dem langjährigen Landesligisten in die Schuhe. Nach diversen Überlegungen, die Eingangsdoppel umzustellen, blieb man bei der konservativen Methode und spielte so wie auch Tags zuvor. Zumindest für die ersten drei Spiele war dies die richtige Entscheidung, da man mit einer 2:1-Führung startete. Jeweils mit 3:1 nach Sätzen gewannen Krüger/Hoffmeyer und Schweneker/Fengler. In der letzten Saison noch das drittbeste Doppel der gesamten Landesliga, gewannen Möller-Lentvogt/Igel noch nicht ein Doppel in dieser Saison und auch in Hude wurden hohe Führungen verspielt und leichtfertig vergeben. Das Spitzendoppel Lingenau/Dimitriu behielt mit 3:1 die Überhand. Fairerweise muss man darauf hinweisen, dass das Tostedter Materialdoppel immer gegen das Spitzendoppel des Gegners antreten musste. Seine erste Saisonniederlage musste dann Ralf Schweneker gegen den sich immer pushenden Felix Lingenau hinnehmen und auch am Nebentisch sah es bei Thomas Krüger anfangs düster aus gegen den Griechen Dimitriu. Nachdem der Töster nach 1:2 Sätzen aber die Müdigkeit des Spieles am Vortag ablegen konnte, wurden die letzen beiden Sätzen durch eine Energieleistung gewonnen und die knappe Führung blieb bestehen Jens Möller-Lentvogt fand beim klaren 0:3 gegen Neumann nie zu seinem Spiel und unterlag überraschend. Ebenso deutlich gewann Klaus Igel durch variables Spiel gegen den nie einen Mittel findenden Stüber. Im unteren Paarkreuz hatte Sebastian Fengler gegen Abwehrspieler Lindemann keine Mühe und gewann deutlich mit 3:0. Gegen den starken Ersatzspieler Tschörtner, der von der Leistung her einer der Besten in Hude ist, verlor Hannes Hoffmeyer in vier Sätzen. Eine 9:4-Führung konnte hier im ersten Satz nicht zum Satzgewinn genutzt werden und auch im weiteren Verlauf des Spiels machte meist ein Spieler viele Punkte in Folge, bis dann der Faden wieder riss. Nach der ersten Einzelrunde konnte also der knappe Vorsprung aus den Doppeln gehalten werden und es stand 5:4 für die Tostedter, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch die einzige verlustpunktfreie Mannschaft in der Verbandsliga waren. Im Duell der Spitzenspieler wurde dann alles geboten. Aufgrund der Spielsysteme ging der Huder Lingenau leicht favorisiert in das Duell mit dem Tostedter Krüger. Nach knappem Satzverlust in Satz eins, konnte Krüger die nächsten beiden Sätze relativ deutlich gewinnen, um dann den vierten Satz wieder abzugeben. Was dann im finalen Satz passierte war an Spannung nicht zu überbieten und auch Tischtennisästeten kamen auf ihre Kosten bei spektakulären Ballwechseln. Unfassbar, unglaublich und überragend dann der erste Matchball von Krüger beim Stand von 12:11: Lingenau drängt den Töster in die Defensive, kann den Ball durch unermüdlichen Willen von Krüger aber nicht „töten“ und Krüger kommt durch einen Gegentopspin wieder in den Ballwechsel, erläuft den nächsten kurzen Ball und knallt die eigentlich schwächere Rückhand so hart diagonal auf die andere Hälfte, dass der Nummer eins aus Hude nur das Gratulieren bleibt. Die zahlreich vorhandenen Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht mehr raus und klatschen fair für den Gegner Beifall. Nicht seinen besten Tag erwischte Schweneker. Deutlich und ohne Chance verlor er gegen den auf alles eine Antwort wissenden Dimitiu und machte in drei Sätzen nur zwölf Punkte. Ebenso unerwartet außer Form präsentierte sich der normalerweise als Punktegarant auftretende Jens Möller-Lentvogt. Stüber wusste die gefürchteten Schnittwechsel zu erkennen und reagierte auf jeden Ball richtig. Beim klaren 0:3 hatte man nie das Gefühl, dass dieses Spiel für Tostedt hätte kommen können. Der sich in Topform präsentierende Klaus Igel zeigte Neumann beim 3:0 die Grenzen auf. Waren die ersten beiden Sätze noch knapp und die Nervenstärke von Igel entscheidend, so war im dritten Satz die Gegenwehr gebrochen und der Tostedter gewann deutlich mit 11:4. In einem überaus langen Spiel war es an Hannes Hoffmeyer gegen Lindemann, die Führung auszubauen. Kreislaufprobleme allerdings waren das Handicap des Tösters und so konnte er kaum aggressiv agieren und spielte passiv mit, was das Spiel deutlich in die Länge zog. Das nicht immer schön anzusehende Match endete mit einem 3:1 für den Töster, der nach Matchball im dritten Satz dann doch noch mentale Stärke bewies und mit 11:9 den vierten Satz gewann. 8:6 also für Tostedt, gleichbedeutend mit Matchball für Fengler. Gegen den überragend spielenden Tschörtner stand aber eine sehr schwierige Aufgabe auf dem Programm. Sofort im Spiel gewann der Mannschaftsführer er Tostedter Satz eins nach konzentrierter Leistung, die am Anfang des zweiten Satzes nicht gegeben war, weshalb es dann 1:1 nach Sätzen stand. Eine 9:6-Führung reichte im dritten Satz leider nicht aus, da Tschörtner sich entschloss, gar keine Fehler mehr zu machen. Fünf Punkte in Folge für den Huder waren das Resultat. Auch in Satz vier lag Fengler mit 8:4 vorne, ehe dann wieder kein Fehler mehr auf Huder Seite gemacht wurden. Auch ein TimeOut beim 8:8 brachte Tschörtner nicht aus dem Konzept und mit 7:0 Punkten tütete er das 11:9 ein und verkürzte so für den TV Hude auf 7:8. Kaum eine Chance wurde dann dem Doppel Krüger/Hoffmeyer im Entscheidungsdoppel gegen Lingenau/Dimitriu eingeräumt. Auch hier reichte eine 8:4-Führung auf Töster Seite im ersten Satz nicht zum Satzgewinn. Danach war die Luft dann raus und die nächsten beiden gingen überaus deutlich an die Jungs aus Hude. Ein gerechtes 8:8 nach exakt vier Stunden Spielzeit stand am Ende auf dem Spielbericht. Ein Unentschieden mit dem man in Tostedt gut leben kann, da man Favorit Hude weiterhin auf Distanz gehalten hat und parallel Mitfavorit Celle gegen Ritterhude verlor. In der sehr ausgeglichenen und extrem spannenden Liga, in der Jeder Jeden schlagen kann, stehen für die Männer von der Töste am nächsten Wochenende zwei schwierige Auswärtsspiele im Teutoburger Wald gegen Niedermark und Dissen an.
 

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