Ivancan gewinnt, Obst rückt nach Drucken E-Mail
Als Siegerin des DTTB Bundesranglistenfinales beendet Tostedts Irene Ivancan das Tischtennisjahr. Nadine Bollmeier wird Sechste und die ins Feld gerückte Svenja Obst beendet die Rangliste auf Platz 11 von den 16 Damen!
Am Samstag standen in Löhne (Westfalen) die Gruppenspiele an. Bollmeier und Ivancan gewannen ihre Vierergruppen souverän mit jeweils 3:0 Siegen. Mit einem Satzverhältnis von 12:2 war Nadine die Gruppensiegerin, die am wenigsten Sätze in den vier Gruppen abgab. Irene wurde gegen die erst fünfzehnjährige Petrissa Solja gefordert und gewann im finalen siebten Satz denkbar knapp mit 11:9. Ein Spiel, welches es im Verlauf des Turniers nochmal geben sollte. Svenja Obst, die für eine erkrankte Spielerin nachgerückt war, belegte in der Gruppe Platz 3 und verlor das entscheidende Spiel um den Zwischenrundeneinzug gegen Amelie Solja, die auch schon auf dem Qualifikationsturnier Svenjas direkte Qualifikation verhinderte, wieder knapp mit 3:4. Die Zwischenrunde, die auch komplett am Samstag gespielt wurde, fand wieder in Vierergruppen statt, wobei die ersten beiden Gruppen, in denen die Gruppenersten und –zweiten waren,  die Plätze 1-8 ausspielten und die letzten beiden die Plätze 9-16.
Irene verlor ihr erstes Spiel in der angesprochenen Gruppe überraschend gegen Nachwuchstalent Sabine Winter, die gerade rechtzeitig von de Jugend-WM aus Kolumbien anreiste. Nach einer 3:1-Satzführung gelang es dem Töster Abwehrass nicht, den entscheidenden vierten Satzgewinn zu verbuchen und musste sich im Entscheidungssatz mit 9:11 geschlagen geben. Ein deutlicher Sieg gegen die in der Deutschen Rangliste an vier geführte Zhenqi Barthel bescherte Irene den zweiten Platz in der Gruppe und damit das Halbfinale, da Laura Robertson verletzungsbedingt aufgeben musste.
In der Parallelgruppe hatte es Nadine im ersten Spiel mit der Deutschen Meisterin von 2008, Hain-Hofmann, zu tun. Nach einem 0:3-Satzrückstand kämpfte sich Bollmeier wieder in die Partie, um dann beim Stand von 3:3 den Entscheidungssatz mit 11:8 zu verlieren. Die weiteren Bestandteile dieser Gruppe waren die Solja-Schwestern. Gegen die ältere Amelie hatte Nadine wenige Probleme und gewann mit 4:2, die famos aufspielende Petrissa allerdings konnte die Tösterin mit 4:2 niederringen, was bedeutete, dass Nadine das Halbfinale verpasste und um die Plätze 5-9 spielte.
Im Halbfinale standen sich dann Winter und Petrissa Solja sowie Hain-Hofmann und Ivancan gegenüber. Irene konnte gegen die auf Abwehr hervorragend agierende Hain-Hofmann überraschend klar mit 4:1 gewinnen und stand im Finale Petrissa Solja, die im Duell der Nachwuchshoffnungen knapp gegen Winter gewann, gegenüber. Das Finale war also eine Neuauflage des Gruppenspiels am Samstag. Die Aufgabe von Robertson bescherte Nadine ein Freilos und im finalen Spiel um Platz 5 zog der Lokalmatador gegen Barthel mit 1:4 den Kürzeren und beendete die Rangliste auf dem 6.Platz, welcher sie sicher nicht ganz zufrieden stellen wird. Svenja Obst spielte in der Zwischenrunde hervorragend, wurde Erste mit 3:0 Spielen in ihrer Gruppe und konnte somit noch Platz 9 erreichen. Überraschend verlor sie dann aber gegen die ihr bestens bekannte Abwehrspielerin Rosalia Stähr mit 3:4 und konnte mit einer Energieleistung im Spiel um Platz 11 die Bundesligaspielerin Laura Matzke mit 4:3 besiegen. Für die nachgerückte Obst ein Ergebnis, welches aller Ehren wert ist, allerdings mit einem Sieg gegen Amelie Solja besser hätte ausfallen können.
Im Finale lag Ivancan schon mit 0:2 nach Sätzen hinten, ehe sie ihre Taktik ein wenig änderte und vor allem mit der Vorhand aggressiver agierte. Ein 4:2 Sieg war das Resultat und Irene äußerte sich nach ihrem Sieg in Hinblick auf die junge Gegnerin wie folgt: „Ich stand nicht einer 15-Jährigen gegenüber, sondern einer, die einfach gut gegen Abwehr spielt. Da ist es egal, ob ’Peti’ 15, zehn Jahre oder 30 ist". Ein hervorragendes Tischtennisjahr mit dem Sieg beim Bundesranglistenfinale und dem zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften, welchen sie in der Wertigkeit noch höher einschätzt, geht für Irene dem Ende entgegen und die Gewissheit, nächstes Jahr ein Pro-Tour-Turnier außerhalb Europas zu spielen, lässt die Vorfreude steigen. Bei den Männern bekam den Preis für den Erstplatzierten, welcher eben jener ist, dass die Teilnahme an einem Pro-Tour-Event außerhalb Europas vom DTTB bezahlt wird, der DTTL-Spieler Steffen Mengel, der sich gegen seinen Vereinskameraden Ruwen Filus klar durchsetzte.
Mit Sebastian Stürzebecher und Hartmut Lohse landeten die beiden Niedersachsen auf den Plätzen 10 und 11. Der ehemalige Niedersachse Sascha Nimtz belegte einen starken 8.Platz.

 

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