| Auf des Messers Schneide... |
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stand das erste reguläre Spiel der Rückserie lange Zeit und endete mit einem hart erkämpften 5:5 Unentschieden. Rückblickend hatten wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen, das Unentschieden geht aber in Ordnung und ich freue mich ganz besonders, dass unsere Mädels mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung einen wichtigen Punkt zum "Unterfangen Klassenerhalt" eingefahren haben. Wir ohne Yvonne Kaiser in der Aufstellung Kostromina, Obst, Gattermeyer, Radtke. Kleve verzichtete verletzungsbedingt auf die Nr. 2 Carla Nouven; somit kam Ariane Liedmeier (wie Sonja C-Kader Mitglied des DTTB)zu ihrem Bundesliga-Debüt und komplettierte die Truppe um Ilka Böhning, Jessica Wirdemann und Liza Siegmund. Wir starteten gut: Svenja und Meike gewannen das Auftaktdoppel klar 3:0, Sonja und Tanja lieferten eine bravouröse Leistung, gewannen die ersten beiden Sätze und hatten bei 10:9 im dritten Satz den ersten Matchball. Diesen wehrten Böhning/ Wirdemann in beeindruckender Weise ab und sicherten sich die nächsten beiden Sätze mit jeweils zwei Punkten Vorsprung. Sonja lieferte an Tanjas Seite eine starke Partie ab und so gab es im fünften erneut einen Matchball bei 10:9. Leider ließen die beiden Klever sich davon nicht beeindrucken und "klauten" uns dieses Doppel. Mit 1:1 ging es in die ersten Einzel. Tanja gewann gegen die Abwehrerin Wirdemann den ersten Satz klar, kam im zweiten Satz allerdings nicht richtig zu Potte und lag bereits mit 4:8 zurück. Nach einem Blick auf die Uhr entschied sie sich, die nächten Bälle auf Sicherheit zu spielen, um noch im zweiten Satz das "Zeitspiel" zu erreichen. Die entsprechende Zeit war beim Stande von 7:8 abgelaufen und fortan wurde nach der "Wechselmethode" gespielt (Das Zeitspiel setzt ein, wenn ein Satz nach zehn Minuten noch nicht beendet ist und beide Spieler nicht mindestens 9 Punkte erreicht haben. Beim Zeitspiel wechselt das Aufschlagrecht nach jedem Punkt. Der Gewinnpunkt wird wie beim normalen Spiel vergeben, mit einer Ausnahme: Wenn der Gegner des Aufschlagenden 13mal den Ball erfolgreich zurückgespielt hat, erhält er den Punkt. Das heißt, bei einem Ballwechsel wird der Ball maximal 13-mal hin- und hergespielt. Sind noch weitere Sätze zu spielen, dann werden diese auch im Zeitspielmodus durchgeführt.). Hier war Tanja klar überlegen und gewann schlussendlich mit 3:0. Svenja konnte in diesem Spiel leider nicht ihre beste Leistung abrufen und musste Böhning entsprechend nach 1:3 gratulieren. Sonja knüpfte nahtlos an die gute Doppelleistung an und fuhr gegen Siegmund ein klares 3:0 ein. Meike startete gegen Liedmeier gut, hatte aber zusehends Probleme mit dem unorthodoxen Abwehrspiel der jungen Bundeskader-Spielerin. So musste der Entscheidungssatz Klarheit bringe. Meike startete gut und konnte sich in den folgenden Bällen richtig frei spielen, so dass sie den Entscheidungssatz sicher einfuhr. Mit 4:2 ging es ins Spitzenpaarkreuz: während Svenja gegen Wirdemann nicht ins Spiel fand (0:3) erfüllte die Spitzenpartie der beiden Topspielerinnen Ilka Böhning und Tanja Kostromina alles, was sie versprach. Spitzentischtennis vom Feinsten im Kampf der Systeme Abwehr gegen Angriff. Nach engen Satzverläufen musste natürlich der fünfte Satz die Entscheidung bringen und zum zweiten Mal an diesem Tage hatte Tanja wie schon im Doppel mit 10:12 das Nachsehen. Kleve glich also aus und "unten" gingen beide Spiele wieder in den Entscheidungssatz. Meike sicherte uns das Unentschieden mit ihrem zweiten Einzelsieg (3:2 gegen Siegmund) und im Duell der "Kaderkinder" starte Sonja gegen Liedmeier gut und gewann Satz eins und drei. Hektisch wurde es im Entscheidungssatz, als der Tischschiedsrichter erst Sonja bei 7:7 einen Aufschlag zum 7:8 abzählte und dieses beim 8:8 bei Aufschlag Liedmeier wiederholte. Die knapp 60 Zuschauer zeigten sich mit der zweiten Schiedsrichterentscheidung und dem Verhalten des Tostedter Betreuers (ich!) nicht einverstanden so dass der Tischschiedsrichter einiges zu tun hatte, um die Gemüter zu beruhigen. Einen starken Angriffsball beim Stande von 9:9 wehrte Liedmeier (leider) gekonnt ab und entschied das Spiel mit 11:9 für Kleve. Schade! Sonja wurde für eine couragierte und kämpferische Vorstellung diesmal noch nicht belohnt, unsere Mannschaft hatte sich den Punkt allerdings redlich verdient! Da das Spiel in Kaltenkirchen auf den 20-03-10 verlegt wurde, haben wir jetzt erst einmal wieder Pause, um dann in den "Wochen der Wahrheit" Ende März das Unternehmen Klassenerhalt fortzusetzen. Gegen die Wertung des Spieles in Hövelhof werden wir nun am Montag offiziell Einspruch erheben und hoffen auf eine gerechte Behandlung durch die Sportgerichtsbarkeit. |

