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Ohne Punkt kommt die 1.Damen aus dem Südwesten Deutschlands wieder und steht nun mit 12:22 Punkten auf dem vorletzten Platz der Tabelle.

Hassia Bingen – 1.Damen:

Die knapp 200 Zuschauer in Bingen bekamen einen wahren Krimi geboten. Beide Mannschaften traten in der bestmöglichen Aufstellung an und es entwickelte sich ein ausgeglichenes und spannendes Spiel, welches mit Hassia Bingen einen glücklichen Gewinner hervorbrachte.

Einen möglichen Sieg vergab Irene Ivancan im ersten Spiel des Tages gegen die Spitzenspielerin Ding Yaping. Irene gilt nicht unbedingt als Lieblingsgegnerin der Chinesin und so wurde es dramatische Partie, in der Ding Yaping den Kopf nochmal aus der Schlinge ziehen konnte. Mit 11:9 im fünften Satz brachte sie die Gastgeber in Führung.

Im deutlichsten Spiel des Tages hatte Han Ying keine Mühe, Dana Hadacova in die Schranken zu weisen. Mit einem klaren 3:0-Sieg brachte die Töster Nummer 1 die Mädels aus der Nordheide wieder in das Spiel.

Die lange verletzte Nadine Bollmeier hatte es in ihrem ersten Punktspiel seit über zwei Monaten gleich mit Nathana Komwong zu tun, die eine positive Bilanz in der Bundesliga aufweisen kann. Nadine hielt gut mit, offenbarte in den entscheidenden Situationen mangelnde Spielpraxis und unterlag knapp in vier Sätzen.

Die 2:1-Pausenführung für den Heimverein sollte wiederum Han Ying ausgleichen. Gegen die erfahrene Ding Yaping allerdings war es ein schwieriges Unterfangen, den Sieg einzufahren. Nach verlorenem ersten Durchgang, gelang es Ying, die nächsten Sätze klar für sich zu entscheiden.

Der dritte Satz ging sogar mit 11:1 an Tostedt. Dann jedoch drehte die von dem Publikum angepeitschte Ding Yaping auf und machte den Sack mit zwei Satzgewinnen in Folge zu. Mit 11:9 im finalen Durchgang stand das für den MTV sehr unglückliche 1:3 fest und man konnte mit 8:9 Sätzen, keinen zählbaren Erfolg vom Rhein mitnehmen.

Die beiden Manager waren sich einig, dass es in einem anderen Spielsystem ein Unentschieden gegeben hätte.

TTSV Saarlouis-Fraulautern – 1.Damen:

Am nächsten Tag verschlug es das Team um Manager Friedel Laudon in das Saarland. Fraulautern ist in der Bundesliga sowas wie die Mannschaft der Rückserie. Mit 10:2 Punkten hat man sich schnell aller Abstiegssorgen entledigt und kann mit einer überragenden Li Fen befreit aufspielen. Mit Petrissa Solja und Maria Fazekas hat man auf Seite der Saarländerinnen zwei Spielerinnen, die immer in der Lage sind, Spiele zu gewinnen. Die Bilanz von 11:0, welche Li Fen vor dem Spiel inne hatte, spricht für sich!

Vor 115 Zuschauern sah sich gleich im ersten Spiel Nadine Bollmeier der Chinesin gegenüber. Nach völlig verkorkstem Start und dem daraus resultierendem 0:2-Satzrückstand, konnte Nadine einen Achtungserfolg im dritten Satz, welcher mit 11:3 nach Tostedt ging, landen. Danach allerdings ließ Li Fen keine Zweifel an ihrem Sieg aufkommen und tütete den 3:1-Sieg ein, welcher die Führung für Fraulautern bedeutete.

Gegen die Nummer 2 der Gastgeber hatte Han Ying wie am Vortag keine Probleme und konnte Petrissa Solja, die als das wohl größte Talent Europas gilt, beim 11:6, 11:3 und 11:9 deutlich besiegen. Als Irene dann gegen Fazekas eine durchweg konzentrierte und gelungene Leistung zeigte, führte der MTV auf einmal mit 2:1 und die Hoffnungen lagen auf Han Ying, die zumindest eine kleine Chance gegen die noch ungeschlagene Li Fen haben könnte.

Im Duell der Spitzenspielerinnen ging es eng zu und so kam es zum entscheidenden fünften Satz, in dem die Tösterin schon wie die sichere Siegerin aussah. Mit 7:2 führte Ying, der Vorsprung verkleinerte sich dann auf 9:6, aber Tostedt war nur noch zwei Punkte vom Gesamtsieg entfernt.

Leider aber gingen die nächsten fünf Punkte allesamt an den Gastgeber, welcher sich so in das Entscheidungsdoppel rettete. Das erwähnte Entscheidungsdoppel zwischen Solja/Fazekas und Bollmeier/Ivancan ging dann klar und deutlich unter dem Jubel der Zuschauer an Fraulautern. Friedel Laudon sah die lange Pause von Bollmeier als entscheidenden Faktor im Doppel an.


 

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