| 1.Herren erst souverän, dann glücklich |
|
|
|
Gelungener Verbandsligaauftakt mit 4:0 Punkten Die 1.Herren des MTV Tostedt ist nach dem kurzen Ausflug in die Oberliga wieder in der Verbandsliga angekommen und startete am letzten Wochenende außerordentlich erfolgreich in die Saison, in der man durchaus oben mitspielen will, allerdings keine Aufstiegsambitionen hat. In Tostedt ging es am Sonnabend gegen die zweite Vertretung des SV Werder Bremen, die durch Personalprobleme ersatzgeschwächt in die Nordheide kam. Mit 2:1 ging der Favorit aus den Doppeln, wobei Igel/Schweneker gegen das klar beste Doppel der Gäste verloren. Im spannendsten Spiel des Tages konnte Klaus Igel trotz nicht perfekten Spieles den stark aufspielenden Theile mit 11:9 im finalen Durchgang besiegen. Am Nebentisch hatte Schweneker keine Chance gegen das ungeliebte Spiel von Dörr-Kling. Lautstark machte der Töster die ganze Halle darauf aufmerksam, dass ihm diese Art des Tischtennis nicht in den Kram passe! Mit 3:2 für die Hausherren war das Spiel also noch nahezu ausgeglichen. Dann aber setzte sich die größere Qualität der Töster im mittleren und unteren Paarkreuz durch. Ohne Satzverlust konnten nacheinander Krüger, Möller-Lentvogt, Fengler und Ludewig ihre Spiele gewinnen, was einen Zwischenstand von 7:2 nach der ersten Einzelrunde nach sich zog. Klaus Igel war es dann dank eines starken Spieles gegen Dörr-Kling vergönnt, den achten Punkt beizusteuern. Schweneker, der seinen Gegner Theile mit seinem nicht unbedingt hochmotivierten Spiel ansteckte, rettete sich irgendwie in den Entscheidungssatz. Hier setzte sich die Routine durch und der Töster konnte das 9:2 vollenden! Unglücksrabe war mit Sicherheit Stefan Theile, der beide Spiele äußerst knapp und unglücklich verlor und sich seinen Geburtstag mit Sicherheit anders vorgestellt hatte.
Spannender sollte es am darauf folgenden Tag bei der TuSG Ritterhude werden. Das mit Spannung erwartete Spiel hielt alles, was es versprach und das Duell auf Augenhöhe wurde von der glücklicheren Mannschaft gewonnen, die an diesem Tag MTV Tostedt hieß. Eine in der Reihenfolge überraschende Doppelaufstellung der Ritterhuder nutzen die Töster zur eminent wichtigen 2:1-Führung. Während Fengler/Ludewig wie erwartet keine Chance gegen Wagner/Mühlmann hatten, konnten Schwenker/Igel und Möller-Lentvogt/Krüger für den MTV punkten. Anders als am Vortag präsentierte sich vor allem Ralf Schweneker, der im Spiel gegen Heimbrock kaum etwas anbrennen ließ und einen 3:1-Sieg einfuhr. Ebenfalls anders als am Vortag agierte Klaus Igel – zumindest von den Ergebnissen her. Gegen Abwehrrecke Wagner konnte der Töster zwar gut mithalten, hatte in den entscheidenden Phasen aber meist das Nachsehen und verlor so in vier knappen Sätzen, was den Gastgeber weiter im Spiel hielt. Auch im mittleren Paarkreuz wurden sich in der ersten Einzelrunde die Punkte geteilt. Jens Möller-Lentvogt hatte arge Probleme mit den Aufschlägen von Axel Stelljes und somit keine Chance bei der klaren 0:3-Niederlage. Im Spiel zwischen Thomas Krüger und André Binder entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, welcher immer auf des Messers Schneide stand. Glücklich konnte sich Krüger in fünf Sätzen durchsetzen und dem MTV die knappe Führung sichern. Ein „Break“ gab es dann im unteren Paarkreuz, wo die Ritterhuder eigentlich punkten wollten. Kay Ludewig konnte sich nach einer Findungsphase von zwei Sätzen in das Spiel gegen Pankow kämpfen und die letzten drei Sätze mit einer starken Vorstellung relativ deutlich gewinnen. Noch deutlicher ging es zwischen Sebastian Fengler und Frank Mühlmann zu. Das von vielen als sehr unangenehmes betitelte Spiel des Ritterhuders lag dem Töster, der sich klar mit 3:0 Sätzen durchsetzte! Eine 6:3-Führung in Ritterhude war schon die halbe Miete für die 1.Herren nach der ersten Einzelrunde. Doch es sollte spannend bleiben! Klaus Igel konnte seine Vortagserfolge nicht wiederholen und verlor auch gegen den mit der Rückhand stark agierenden Sebastian Heimbrock in vier Sätzen. Seinem Ruf als „Abwehrkiller“ machte dann Schweneker alle Ehre und konnte mit teilweise unfassbar hart geschlagenen Topspins Siggi Wagner mit 3:0 schlagen, wobei alle Sätze knapp waren und der Ritterhuder mindestens einen Satzgewinn verdient hatte. Die „Mitte“ brachte dann Ritterhude wieder in Spiel, denn weder Krüger konnte den stark aufschlagenden Stelljes nicht besiegen und auch Jens Möller-Lentvogt, der sich selbst klar als Außenseiter gegen Binder sah, konnte trotz einer 1:0-Satzführung keinen zählbaren Erfolg für sein Team verbuchen. Der Hausherr war also vor dem teilweise begeisterten Publikum mit dran und konnte auf 6:7 verkürzen. Die abschließenden Einzel im unteren Paarkeuz gingen beide über fünf Sätze. Ludewig musste sich nach großem Kampf leider dem bemerkenswerten Spiel Mühlmanns beugen und nun war es an Fengler, dafür zu sorgen, dass man mit einem Vorsprung in das Entscheidungsdoppel geht. Mit 2:0 nach Sätzen führte der Töster schon gegen den im Verlauf des Spiels immer besser werdenden Pankow, ehe der Ritterhuder, nach Abwehr von drei Matchbällen in Folge in Satz vier, den finalen Durchgang erzwingen konnte. Hier war psychologisch nun Pankow im Vorteil und als es beim Stande von 5:2 für den Ritterhuder die Seiten gewechselt wurden, hatten auch die Mannschaftskameraden Fenglers den Glauben an ihren Teamkollegen nahezu verloren. Einer seiner nicht wenigen Glücksbälle brachte den Töster aber wieder ins Spiel und auch eine Auszeit unterbrach den Lauf des Tösters nicht. Mit 11:6 sicherte er dem Gast zumindest einen Punkt und legte so für Schweneker und Igel im Abschlussdoppel vor. Trotz offensichtlich starker Rückschlagprobleme konnten die Töster den ersten Satz mit spektakulären Bällen mit 16:14 gewinnen. Auch den zweiten Satz gewannen die Töster und profitierten hier von leichten Fehlern der Ritterhuder aber auch von taktischem Geschick. Dann allerdings kam es, wie von Möller-Lentvogt mit den Worten „jetzt müsst ihr aufpassen, weil die beiden jetzt Alles oder Nichts spielen“ prognostiziert. Stelljes und Binder schlugen beide stark auf und konnten die offenen Bälle nun meist für sich entscheiden, was ihnen in den Entscheidungssatz verhalf. Hier allerdings beruhigten Igel/Schwenker mit clever gesetzten Bällen das Spiel ein wenig und konnten schnell eine deutliche Führung einfahren. Wirklich aufholen konnten die alles riskierenden Ritterhuder nun nicht mehr und mit 11:6 wurde der Satz und damit das komplette Spiel mit 9:7 gewonnen. Beim geselligen Zusammensein nach dem Spiel war man sich auf beiden Seiten einig, dass dieses Spiel keinen Verlierer verdient hatte und man ein über vier Stunden langes und sehr ausgeglichenes Punktspiel gesehen hatte! Für die Töster steht am kommenden Sonnabend schon die nächste Mammutaufgabe auf dem Programm, da es zum Spitzenspiel zwischen dem MTV und dem ambitionierten TV Hude kommt! Um 12Uhr werden in der Poststraßenhalle die Bälle fliegen! |


